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Wettbewerbsauslobung - "Kunst am Mittelpunkt"
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Aus der Mitte kommt die Kraft

Entdecken Sie den Mittelpunkt Oberfrankens

Mit dem Wettbewerb Expedition: „Mittelpunkt Oberfranken" im Jahr 2006 wurde der geographische Mittelpunkt Oberfrankens gesucht und auch gefunden. Mit großer Begeisterung haben die Bürgerinnen und Bürger Oberfrankens gerechnet und getüftelt. Mit Erfolg! Mittlerweile wurde der zentrale Punkt der Region Oberfranken mit einem ansprechenden Kunstwerk gekennzeichnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Wettbewerb "Kunst am Mittelpunkt"

Kunst am MittelpunktWer den Mittelpunkt Oberfrankens in der Gemeinde Kasendorf bereits besucht hat, wird festgestellt haben, dass er nicht so ganz einfach zu finden ist. Mit dem Wettbewerb „Kunst am Mittelpunkt" hat sich das aber grundlegend geändert. Künstler und Künstlerinnen aus Oberfranken oder mit Wohnsitz in Oberfranken waren dazu aufgefordert, sich mit kreativen Vorschlägen am Wettbewerb zu beteiligen und dem geographisch bedeutenden Ort ein Gesicht zu geben.

Aus einer Vielzahl von Vorschlägen wurde letztendlich ein Gewinner gekürt, so dass der Mittelpunkt nun selbst ein Highlight ist. Insgesamt 12 Arbeiten verschiedenster Art wurden eingereicht. Über die Vorrunde ging es in das Finale, in dem letztlich noch vier Arbeiten einer letzten Beurteilung standhalten mussten.
Seit dem 26. Oktober ist der geographische Mittelpunkt Oberfrankens nun auch von weitem zu sehen. Die Skulptur, die auch als „Tornado" oder „Eistüte" bekannt ist, hat eine Höhe von 7,80 Meter und wiegt ganze 650 Kilo. Aufgestellt wurde sie mit einem Neigungswinkel von 15 Grad.
Der Bamberger Bildhauer Bernd Wagenhäuser hat die geographische Mitte Oberfrankens mit einer ungewöhnlichen Stahlskulptur geschmückt.
Wagenhäuser, seit 1992 erster Vorsitzender des Berufsverbandes bildender Künstler in Oberfranken, ging mit seiner Arbeit als Sieger eines entsprechenden Wettbewerbs hervor, den Oberfranken Offensiv - Forum Zukunft Oberfranken ausgelobt hatte. Der von ihm selbst so bezeichnete „Kreisel" erinnert in seiner Form an eine überdimensionale, quergestellte Eistüte, beziehungsweise an eine Windhose oder einen Tornado. Bis in die Endrunde des Wettbewerbs hatten es neben Wagenhäuser auch die Einreichungen von Ali-Akbar Safaian aus Pegnitz, von Rainhard Feldrapp aus Naila und von Wolfgang Pietschmann aus Hollfeld geschafft.
Die Jury bezeichnete Wagenhäusers Skulptur unter anderem als minimalistisch, frech und technisch raffiniert. Aus der Distanz gesehen habe das Werk die Umrissform einer Pfeilspitze, die weithin sichtbar auf den Mittelpunkt Oberfrankens hinweist. Eine dezente, solarbetriebene Beleuchtung soll die Plastik bei Dunkelheit wie eine schimmernde Zeichnung vor den dunklen Hintergrund setzen.
Technisch betrachtet besteht das Kunstwerk aus Stahlbändern, die der Künstler rollen und miteinander verschweißen will. Das Material gilt als besonders wetterfest und wird mit der Zeit an seiner Oberfläche eine Patina ansetzen, die anfänglich rostartig, später violett bis dunkelbraun erscheinen wird. Nach den Worten Wagenhäusers hat er bereits 13 Kunstwerke im öffentlichen Raum realisiert, darunter an der Universität und an der IHK in Bayreuth sowie am Schullandheim in Pottenstein, aber auch in seiner Geburtsstadt Hanau oder bei Bilfinger & Berger in Dortmund.
Kasendorfs Bürgermeister Bernd Steinhäuser zeigte sich bei der Siegerehrung überzeugt, davon, dass die Plastik weithin Aufsehen erregen und Anlass zu kontroversen Diskussionen geben wird. Kunst soll aber auch Widerspruch auslösen und müsse nicht immer gleich auf den ersten Blick gefallen. Der erste Preis war mit einem Preisgeld von 2000 Euro dotiert. 30.000 Euro bekommt der Künstler für die Realisierung seines Werkes.
Im Rahmen einer feierlichen Einweihung wurde das Kunstwerk im Beisein zahlreicher Gäste der Öffentlichkeit vorgestellt und zugänglich gemacht. Anwesend waren unter anderem die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, Regierungspräsident und zweiter Vorsitzender von Oberfranken Offensiv - Forum Zukunft Oberfranken Wilhelm Wenning, der Ehemalige Regierungspräsident und Vorsitzender der Jury Hans Angerer, Landrat Klaus Peter Söllner und natürlich auch Kasendorfs Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

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